Sonntag, 14. Dezember 2008

Trip nach San Cristobal

Mein erster größere Ausflug raus aus Mara führte mich Mitte August in den Süden von Venezuela, in die Stadt San Cristobal in den Ausläufern der Anden. San Cristobal liegt ca. 7 h südlich von Maracaibo.
Also sind wir Samstags früh um 6 Uhr aufgebrochen, um uns auf den Weg zu machen. Angekommen sind wir dann gegen Mittag. Glücklicherweise war wenig Verkehr auf der Strasse und eine schnelle Fahrt möglich. Die einzigen Dinge, die uns etwas abgebremst haben waren die Speed bumps und die teilweise häufigen Löcher in der Straße. San Cristobal bietet selbst relativ wenig sehenswertes. Das interessante ist ehr die Nähe zu Kolumbien, dort die Grenzstadt Cucuta und die sehenswerte Umgebung, die Berge und das angenehme Klima. Also machten wir uns Samstag mittag gleich weiter auf dem Weg zur Grenze, um rüber nach Kolumbien zu fahren. Da wir mit unserem Auto nicht nach Kolumbien fahren durften, ließen wir es in der Grenzstadt stehen und machten uns zu Fuss auf dem Weg über die Grenze. Etwas verwundert waren wir schon, dass es 0 Grenzkontrolle gab. Weder die Autos noch wir wurden überprüft und mussten auch unsere Ausweise nicht vorzeigen. Seltsam, da gerade ca. 4 Monate vergangen waren, nach dem Grenzkonflikt zwischen Kolumbien und Venezuela. Hinter der Grenze haben wir uns dann mit dem Taxi in die Stadt Cucuta bringen lassen. Eine hässliche Grenzstadt, in der es nichts wirklich zu sehen gab. Interessant war eigentlich nur der Unterschied zu Venezuela. Die bessere Auswahl an Produkten im Supermarkt, die Straßen voller Leute und ein großer Markt mitten in der Stadt, mit viel Kram (Klamotten, etc.) aber auch einer deutlich besseren Früchte- und Gemüseauswahl, wie man das eigentlich von lateinamerikanischen Ländern gewohnt ist, mit Ausnahme von dem was ich bisher in Venezuela gesehen habe. Aber auch die etwas geordnertere Fahrweise fiel auf (wir sind immernoch in Lateinamerika). Motorradfahrer tragen Helm und Sicherheitsweste. Die Taxis haben eine einheitliche Farbe und es wird tatsächlich von Blinklichtern Gebrauch gemacht. Nach ein paar Stunden herumwandeln in Cacuta machten wir und wieder auf den Weg zurück. Mit dem Bus ging es zurück über die Grenze, auch diesmal wieder ohne Grenzkontrolle.
Am nächsten Tag machten wir uns schon wieder auf den Heimweg. Doch auf dem Weg zurück machten wir noch halt in der kleinen Touristenstadt San Pedro del Rio. Ein sehr kleines Städtchen in kolonialem Stil. schöne Häuser und Restaurants mit Innenhöfen. Alles noch sehr gut erhalten. Alles in allem ein sehr interessanter Trip nach Süden und Kolumbien.

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